Der Supergau...

Freitag, 21. Dezember 2012


... in der Weihnachtszeit! Habt ihr ihn schon erlebt?

Bei uns ist der 'Worst Case' leider dieses Jahr eingetroffen!



Während die Skisachen schon fertig gepackt an der Haustüre standen, wir die stressigste Zeit der Vorbereitung und im Job hinter uns gebracht haben, die Vorfreude auf den bevorstehenden Skiurlaub in einem Familienidyll inmitten der herrlichsten Winterlandschaften der Dolomiten stetig wuchs und das Christkind bereits auf die Route in die Berge geschickt wurde, machten sich kleine Varizellen auf den Weg in Töchterleins Körper.

Was anfänglich von mir als allergischer Ausschlag vermutet wurde, entpuppte sich beim Arztbesuch als 'sofortiger und absoluter Kontaktverbot zu anderen Kindern'! Was für eine Aussage! Weiß' der Arzt denn nicht, was er da gerade vor meinem Kind und mir ausgesprochen hat? Keine Reise, kein Skiclub, kein Ski fahren, kein Kinderclub im Hotel, kein Schwimmbadvergnügen, kein Wellness für Mama, kein Dinner am Abend und kein Hüttenzauber! Bye, bye Skiurlaub!

Nach dem ersten Verdauen dieser Hiobsbotschaft des Kinderarztes, spulte bereits der Film im Kopfkino in der schnelleren Frequenz ab. 

Oje, meine süße Maus - Narben? - Weihnachten daheim - kein Tannenbaum - Chaos - kein Weihnachtsmenue - keine Ma zu Gast bei uns - nichts organisiert für ein Weihnachtsfest daheim - Reiserücktritt - Erstattung des bereits bezahlten Hotels? Na, dann frohe Weihnachten.

... und ganz passend zu meiner Situation und der Weihnachtszeit, ist mir dann die Geschichte 'Das Weihnachtslicht' wieder in die Hände gefallen, die ich Euch nicht vorenthalten möchte:



Das Weihnachtslicht
von Christine Götter

Eines Abends im Advent, beschloss das Christkind Weihnachten wieder einmal auf der Erde zu verbringen. Es war lange nicht mehr dort gewesen. Der Weg zur Erde war weit und beschwerlich und er wurde auch kaum mehr begangen, außer von ein paar Engeln. Diese mussten sich ab und zu da unten umsehen, denn sie schrieben die Chronik der Erde.

Nur einer machte sich Jahr für Jahr auf den Weg, das war der Weihnachtsmann. Viel Arbeit hatte er nicht mehr, denn es gab nur noch sehr wenige Kinder, die an ihn glaubten. Für diese Kinder machte er sich besondere Mühe, denn sie waren seine Hoffnung für den Frieden der Erde.

Das Christkind konnte den traurigen Erzählungen des Weihnachtsmannes kaum Glauben schenken, "er war halt doch schon ein recht alter Mann." Auch die Chronik, welche die Engel schrieben, erschien ihm nicht wahr. "Diese Engel übertreiben doch immer wieder, ich will mich selbst überzeugen!"

So kam es, dass das Christkind am Morgen des Weihnachtstages auf der Erde landete. Es war entsetzt über all die Dinge, die es sich ansehen musste: Leute im Geschenk-Kaufrausch - Weihnachtslieder plärren aus Lautsprechern - angespannte, gehetzte Gesichter - schlichtweg ein Durcheinander, das es früher nie gegeben hatte. Beim Kommentar einer jungen Frau horchte das Christkind auf: "Dieses Weihnachtsgetue nervt mich, hoffentlich ist der Rummel bald vorbei!"

"Das ist es wohl", dachte das Christkind. "Die Leute tun nur noch so, als ob Weihnachten wäre, das eigentliche Weihnachtsgefühl kennen sie längst nicht mehr." Auch abends in den Familien wurde es kaum besser. Schnell, schnell in die Kirche. Heute muss man da ja hin, ist doch Weihnachten - rasch nach Haus, das Essen wird sonst kalt - der Teller ist noch nicht leer, schon quengeln die Kinder. Sie wollen ihre Geschenke, schließlich hat man sie lange genug neugierig gemacht. Gleich - ist es soweit - JETZT...

Dem Christkind stehen die Tränen in den Augen. So traurig war es lange nicht gewesen. Es musste etwas tun, um den Menschen wieder echte Freude zu schenken.

Da kam ihm eine Idee: Es hatte ja noch sein Weihnachtslicht einstecken! Mit dem tröstete es im Himmel kleine Engelchen, die von ihrer Wolke gefallen waren, oder spendete Trost für alle, die traurig waren. Wieso sollte dieses Licht auf der Erde nicht auch seine Wirkung tun? Rasch griff das Christkind in seine Tasche und streute Weihnachtslicht in jedes Haus. Es vergaß kein einziges. Auf einmal wurde es überall still. Den Menschen wurde warm ums Herz. Die Erwachsenen wollten sich zuerst gegen dieses Gefühl wehren, denn sie kannte es nicht oder hatten es vergessen. Die Kinder aber, sie nahmen es sofort an. Für sie war es das Schönste, was sie je erlebt hatten.

Die Alten lächelten still. Ja, Weihnachten hatte seinen Zauber wieder, der im Laufe der Zeit verloren gegangen war.

"So etwas darf nie mehr geschehen" dachte das Christkind und ließ vorsorglich eine ganze Menge Weihnachtslicht auf der Erde zurück, bevor es sich wieder auf den Heimweg machte. Dieses besondere Licht brennt seitdem in jeder Kerze und bringt Frieden und Zuneigung, aber auch Ruhe und Nachdenklichkeit in die Häuser und Herzen der Menschen. 

"Ja, ja", brummte der Weihnachtsmann wohlwollend, als er das Christkind bei seiner Heimkehr empfing. "Du hast den Menschen das schönste aller Geschenke gemacht - du hast ihnen die Freude gegeben." Damit wandte er sich um und ging zu seiner Weihnachtswerkstatt.


Wie wahr... So zünde ich uns erst einmal eine Kerze an, zum Glück habe ich davon wenigstens mehr als genug. Und damit wir uns auch wieder mehr auf das Fest der Liebe besinnen und der eigentliche Gedanke an Weihnachten bleibt, lesen wir heute die zauberhafte Geschichte von Gunhild Sehlin 'Marias kleiner Esel und die Flucht nach Ägypten' und überlegen uns, was das Gegenteil des Supergau's ist.

Es ist, wenn man geliebt wird und Liebe schenken kann und das nicht nur an Weihnachten. Es ist, wenn wir Dinge so annehmen, wie sie uns präsentiert werden und wir kreativ dem entgegen wirken können und trotzdem das Beste daraus machen. Es ist, wenn wir uns den Weg von Maria & Josef vor Augen führen und unsere Situation als gar nicht mehr so schlimm betrachten...


In diesem Sinne, alles Liebe,
Eure Nina-Su

Kommentare :

  1. Ach Nina-Su,

    das tut mir sehr leid für euch! Wir hatten sowas ähnliches letztes Jahr, unser Mini hatte die Windpocken und er war da gerade mal fünf Monate alt! Dann war das fast ausgestanden bekamen wir alle der Reihe nach einen Magen-Darm-Virus, das war dann wirklich zum kot... und das an Weihnachten. Wir wollten eigentlich nach Deutschland, um mit unseren Familien zu feiern...
    Also bei uns kann es dieses Jahr nur besser werden!
    Ich wünsch euch trotzdem ein gemütliches Weihnachtsfest daheim, und eine schnelle Genesung ohne Narben für deine Große! Vielleicht könnt ihr ja noch einen Baum irgendwo ergattern..?
    Alles Liebe,
    Deborah

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  2. Hallo,

    oh tut mir leid, ja so ein Supergau kennen die meisten. Windpocken an Weihnachten, Dauerbesuch im Krankenhaus das Fieber will nicht runter, Norovirus etc... Schade um den schönen Urlaub.
    Aber glaub mir Du schaffst es auch außerplanmäßig ein bisschen Weihnachtsstimmung zu Hause aufkommen lassen.
    LG
    Uschi

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  3. OMG!!!!!!!!!!!!!!! Du liebe Güte, wie furchtbar. Das tut mir so leid für Euch.
    Wieso nicht irgendwann im Sommer, im Herbst - auch blöd, aber gerade jetzt?
    Sei ganz lieb gedrückt, versuche das Beste draus zu machen!
    LG Moni
    P.S. Sollte es ins Cavallino gehen? Kam mir schon beim Wort "Dolomiten" in den Sinn?

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  4. Liebste Nina-Su,


    das kenn ich nur zu gut !!! Dieses KRANK werden genau DANN wenn man Urlaub fahren will hat uns JAHRELANG verfolgt ;-) Aber ich bin davon überzeugt das ihr zu Hause ein wunderschönes Weihnachtsfest haben werdet, ist eine Sache der Einstellung ;-)

    Und den Skiurlaub holt ihr einfach nach.

    Ich hoffe dass deine Maus ganz schnell wieder gesund wird und die Windpocken nicht ganz so arg sind.

    Dicken Drücker Ingrid

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  5. Ach nööö.... Das braucht ja nun wirklich niemand an Weihnachten. Und dabei hattet Ihr Euch den Urlaub sooo verdient. Aber weißte was, Maria und Josef hatten sich keinen skiclub und kein Wellness - also machtves Euch zusammen Zuhause gemütlich. Denn letztlich ist es doch das was zählt - das Beisammensein ... Ich bin mir sicher, Ihr macht das Beste draus und holt den Urlaub dann einfach gesund nach ... Seid lieb gegrüßt, maren

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  6. Oh wie doof !!! Danke für die Geschichte. Ich hoffe das Ihr trotzdem ein schönes Weihnachtsfest haben werdet.Gute Besserung an Deine Tochter und alles Liebe wünscht Dir Sabrina

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  7. Liebste Nina-Su, das tut mir so leid für Euch. Ich wünsche euch gute Besserun und schöne Weihnachten. Ich weiß du zauberst die schönste Weihnachten für deine Familie. Ich umarme Dich und ganz liebe Grüße

    Nicole

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  8. Große Güte, da kommt's ja ganz dicke bei euch! Aber nach dieser Geschichte glaube ich auch, ihr werdet trotz allem ein besonderes Fest haben. Vielleicht nicht so wie gedacht, aber schön! Alles Gute! lg

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  9. Hallo Nina - Su, wir wollen der kleinen Maus auch gute Besserung wünschen. Und wünschen Euch trotzdem wunderschöne Weihnachten und macht einfach das beste daraus.

    Ganz liebe Grüße,
    Svenja und Ronja

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  10. Oh nein, Nina-Su,

    ich kann dir soo nach empfinden...die Sachen gepackt und dann wird jemand krank, nein wie blöd....
    das ist ja echt ein Supergau...Hoffe, Ihr macht das Beste draus, kuschelige Tage wünsch ich Euch trotzdem
    daheim....morgen ist ja auch noch ein Tag für Besorgungen und den Tannenbaumkauf:-((

    Drück dich!

    Ganz liebe Grüße

    Sabine

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  11. Liebe Nina-Su, ich wünsche Deiner Tochter eine schnelle und schmerzfreie Genesung und Euch allen ein schönes, und vielleicht gerade weil anders als geplant, besonders schönes Weihnachtsfest. Auch wir lieben unser Skiferien, daher kann ich die Wehmut mehr als gut nachvollziehen. Auch wenn diese Kalenderweisheit so blöd kling wie viele andere,, es wäre keine, wenn nicht etwas Wahrheit drin stecken würde: "Wer weiß wofür es gut war." Ich wünsche Euch ein in jeder Hinsicht besonderes Weihnachtsfest und allerliebste Grüße aus Hamburg! Katharina

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  12. Liebstes Maja,

    werd ganz schnell wieder gesund und NICHT KRATZEN!!!
    Mein armes kleines Puschelkätzchen...

    Und das kleine Katerkindchen soll sich nicht zu dicht anschmusen.

    Nina-Su, Du hättest es Dir - vor allem dieses Jahr - mehr als verdient,
    aber genau wie Katharina schreibt, wer weiß...

    Am Liebsten würden Mini & ich zu Euch kommen und einen Baum mitbringen,
    Geschnek haben wir hier in Hülle & Fülle, die reichen für uns alle und dann
    würden wir Majachen hegen & pflegen und Pius bespielen und Euch ein wenig
    verschnaufen lassen.

    Ich drück Dich ganz doll!!!

    Miranda

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  13. Oh, Ihr Armen! Das tut mir so leid für Euch! Ich stelle mir in solchen Mistsituationen immer vor, was NOCH schlimmeres hätte passieren können, dann geht's etwas besser. Ich finde es aber ganz toll, wie Du die Situation in der Relation siehst. Du siehst das Positive, das finde ich super! Dann einen Endspurt vorm Fest Zuhause, trotzallem erholsame Tage und natürlich gute Besserung!
    LG Jule

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  14. Oh nein, das tut mir sooo leid für euch! Arme Maus! Aber warum denn das Kontaktverbot zu anderen Kindern? Die meisten Kids sind doch eh geimpft und bei denen, die nicht geimpft sind, wird die Ansteckung von den Eltern doch "gerne" in Kauf genommen, damit sie es hinter sich haben, oder?
    Gute Besserung und trotz allem schöne Feiertage!
    LG, Merle

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    1. Hallo Merle, Kontaktverbot hat der Kinderarzt ausgesprochen, da es in ein Kinderhotel gehen sollte und die Ansteckungsgefahr einfach viel zu groß wäre und wir sie nicht hätten isolieren können! Ja, und Impfung heißt gar nichts!!! Maja war ja auch gegen die Windpocken geimpft und hatte es trotzdem bekommen! :-(

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  15. Liebe Nina, das tut mir sooo leid, ganz gute Besserung für Maja. Ich hoffe, Ihr habt trotz der ganzen Hektik und neuer Planung wunderschöne Weihnachten. Liebe Grüße und feine Feiertage senden Euch Brigitte und Familie

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  16. Ihr Lieben,

    ich freue mich sehr über Eure Aufmunterung und Maja über Eure Genesungswünsche! Hat schon ganz dolle geholfen! Glücklicherweise geht es ihr schon wieder super, super gut und die Bescherung hat noch sein restliches dazugetan! :-)

    Wir hatten bisher ein traumhaftes Fest. Weihnachtsbaum haben wir organisiert und eine Weihnachtsgans haben wir auch noch bekommen! Ganz zur Freude von uns allen - nur meine Ma hat gefehlt...

    Wünsche Euch noch schöne Tage.

    Herzliche Grüße,
    Nina-Su

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Ich freue mich sehr über Deinen Besuch auf meinem Blog und auch über Deinen Kommentar zu diesem Post! Er ist nämlich meine Motivation zum bloggen, wirklich wahr! Und dafür bin ich Dir sehr dankbar! Sei aber bitte nicht enttäuscht, wenn ich nicht direkt antworte. In der Regel warte ich ein, zwei Tage ab und beantworte Eure Zeilen direkt im Anschluss im Kommentarbereich. Bis zum nächsten Mal! Eure Nina-Su

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